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Drohnen, Luftbild

Drohnen erweitern die Wahrnehmung

Der Traum vom Fliegen ist heute kein exklusives Verlangen mehr.

Wir erleben derzeitig eine Veränderung der allgemeinen Wahrnehmung. In den Medien und selbst in der privaten Urlaubsfotografie begegnen uns immer mehr Bilder aus der Vogelperspektive. Dank der sich verbilligenden Elektronik sind heute flugtaugliche Drohnen für den Massenmarkt vorhanden. Aber nicht nur aus Himmelshöhen und in Übersichtsaufnahmen begegnen uns Drohnenfotos, Fotografen und Journalisten benutzen Drohnen mittlerweilen als Stativersatz. Die Gimbaltechnik ermöglicht eine absolut ruhige Aufnahmelage.

Handelsübliche Drohne mit eingebauter Kamera . Das Steuerungselement im Vordergrund wird mit einem Mobiltelefon verbunden und gesteuert. Rechts die Batterieeinheit.

Allerdings ist selbst die über dem Boden schwebende Drohne bereits ein Luftfahrzeug und unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Dafür gibt es zwingend sicherheitstechnische Notwendigkeiten. Mittlerweilen ist zum Führen einer Drohne ein Befähigungsnachweis Pflicht. Wir unterhielten uns mit Jan Evers, Berufspilot auf Linienmaschinen und Begründer und Chef der ersten Drohnenflugausbildungsstätte, die zur externen Prüfungsabnahme vom Bundesluftfahrtamt bestätigt wurde

Jan Evers, Pilot und Begründer der Copteruni
Jan Evers im telefonischen Gespräch mit Hans-Joachim Steinsiek

Luftbild unweit des Polarkreises in Nordschweden bei Arvidsjaur. Nur mit Hilfe des Bildes aus der Vogelperspektive lässt sich die waldbesäumte Flußlandschaft erfassen.

Drohnenaufnahme südlich von Neßmersiel an der Nordsee. Am Horizont die Insel Baltrum

Luftbild eines Landungssteges in Ostfriesland. Das Foto wurde zum Zwecke journalistischer Berichterstattung gefertigt um die Verschlammung des früher für touristische Zwecke genutzen Gewässers zu dokumentieren.

Luftaufnahme in Südkorea, Nähe Chungju. Die Aufnahme wurde von einem Berg aus gefertigt, allerdings ermöglichte die Drohne die gewünschte Perspektive aus einer Höhe von nur ca. 5 Meter Bodenabstand.

Typische Koreanische Landschaft im Umfeld von Chungju. Die Gegend ist für den dort betriebenen Apfelanbau bekannt. Die Aufnahme lässt die Agrarnutzung der Hänge darstellen. Korea ist ein durch Bergzüge geprägtes Land.

Der Verfasser gemeinsam mit seinem Neffen auf familiärem Grundstück. Die traditionellen Häuser haben in Korea häufig Dachterrassen, auf denen sich die Bewohner gern in den Abendstunden aufhalten.

Die im Bericht benannte Ausbildungsstätte für Drohnenpiloten erreicht man über https://copteruni.com/drohnenfuehrerscheina2/?lang=de

Fotos: Eigentum Verlag Steinsiek, Essen/Dornum.

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Corona Nahverkehr Verkehr

Landesweiter Kontrolltag im ÖPNV erfolgreich verlaufen


14.12.2021
In dieser Woche finden landesweite Aktionstage und Kontrollen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) statt. Auch die Stadt Essen hat sich heute (14.12.) daran beteiligt und die Einhaltung der 3G-Regelung im ÖPNV überprüft.

Während der Aktion, die in Kooperation mit der Ruhrbahn, dem Ordnungsamt der Stadt Essen, der Polizei Essen sowie der Bundespolizei und der DB Sicherheit durchgeführt wurde, wurden Fahrgäste am Essener Hauptbahnhof sowie Haltestellen der Ruhrbahn überprüft. Insgesamt wurden 8.903 Fahrgäste überprüft, 133 Fahrgäste konnten keinen 3G-Nachweis vorzeigen und haben entsprechend eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erhalten. Das entspricht einer Beanstandungsquote von 1,49 Prozent.

(ü.Pm.)

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Corona

Essen: Impfaktionen in den Stadtteilen bis Ende des Jahres stehen fest


Vor dem Hintergrund des steigenden Interesses an Impfungen, insbesondere von Boosterimpfungen, bietet die Stadt Essen weiterhin ein umfangreiches Impfangebot an.

Bis zum Ende des Jahres organisiert die Stadt Essen folgende dezentrale Impfaktionen in den Stadtteilen, bei denen sich Bürger*innen ab 12 Jahre erst- und zweitimpfen sowie ab 18 Jahren boostern lassen können:

Montag, 13. Dezember, 12 bis 18 Uhr: Innenstadt, Grillo-Theater, Theaterplatz 11
Dienstag, 14. Dezember, 13 bis 18 Uhr, Margarethenhöhe, Freiwillige Feuerwehr Margarethenhöhe Lührmannwald 28
Donnerstag, 16. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49
Freitag, 17. Dezember, 11 bis 16 Uhr, Bredeney, Turnverein Bredeney 1895 e.V, Meisenburgstraße 30
Samstag, 18. Dezember, 12 bis 18 Uhr, Rüttenscheid, Grugahalle, Messeplatz 2
Montag, 20. Dezember, 15 bis 20 Uhr: Innenstadt, Grillo-Theater, Theaterplatz 11
Mittwoch, 22. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49
Donnerstag, 23. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49
Impfstellen öffnen auch zwischen den Feiertagen

Die drei temporären stationären Impfstellen (TSI) werden bis einschließlich 22. Dezember parallel dazu ihr regelmäßiges Impfangebot anbieten:

in Altenessen-Nord (Marienhospital): dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr
in Werden (Kardinal-Hengsbach-Haus): mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr
in der Innenstadt (Theaterpassage): montags, dienstags und freitags, von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr
Am 23. Dezember, an Heiligabend sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag wird in den Impfstellen nicht geimpft. Zwischen den Feiertagen, also vom 27. bis zum 30. Dezember, werden die drei Impfstellen im Norden, Süden und der Stadtmitte abweichend von ihren bisherigen Öffnungszeiten jeweils täglich von 10 bis 16 Uhr öffnen. Am 31. Dezember, sowie am 1. und 2. Januar finden ebenfalls keine Impfungen statt.

Im neuen Jahr öffnen die temporären stationären Impfstellen wieder ab Montag, den 3. Januar 2022, zu ihren üblichen Öffnungszeiten.

Bei den Impfaktionen und in den Impfstellen wird ein mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) genutzt. Eine Auswahl des Impfstoffes ist nicht möglich. Welcher Impfstoff in welchem Fall genutzt wird entscheidet das ärztliche Personal vor Ort.

Bei Impfungen von Personen zwischen 12 und 15 Jahren muss eine Erziehungsberechtigte anwesend sein. Boosterimpfungen sind erst ab 18 Jahre möglich.

Impfungen für Kinder unter 12 Jahren in Vorbereitung

Darüber hinaus bereitet sich die Stadt Essen darauf vor, noch in diesem Jahr mit den Impfungen für Kinder unter 12 Jahren zu beginnen. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) dazu steht allerdings noch aus. Weiterhin muss dafür ausreichend geeigneter Impfstoff von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen plant die Stadt Essen eine eigene Impfstelle für die Impfungen von Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren einzurichten.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung und den Terminen in den Stadtteilen finden Interessierte auf essen.de/coronavirus_impfen. Die Stadt Essen bietet zudem auf essen.de/coronavirus_vaccination ein Informationsangebot in mehreren Sprachen.

Kurz-URLs zum Coronavirus-Informationsangebot der Stadt Essen

Themenseite: essen.de/coronavirus_infos
Informationen zur Impfung: essen.de/coronavirus_impfen
Newsticker – aktuelle Entwicklungen: essen.de/coronavirus
Statistik zum Coronavirus in Essen: essen.de/coronavirus_statistik
FAQ zum Coronavirus: essen.de/FAQcoronavirus

07.12.2021

Vor dem Hintergrund des steigenden Interesses an Impfungen, insbesondere von Boosterimpfungen, bietet die Stadt Essen weiterhin ein umfangreiches Impfangebot an.

Bis zum Ende des Jahres organisiert die Stadt Essen folgende dezentrale Impfaktionen in den Stadtteilen, bei denen sich Bürger*innen ab 12 Jahre erst- und zweitimpfen sowie ab 18 Jahren boostern lassen können:

  • Montag, 13. Dezember, 12 bis 18 Uhr: Innenstadt, Grillo-Theater, Theaterplatz 11
  • Dienstag, 14. Dezember, 13 bis 18 Uhr, Margarethenhöhe, Freiwillige Feuerwehr Margarethenhöhe Lührmannwald 28
  • Donnerstag, 16. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49
  • Freitag, 17. Dezember, 11 bis 16 Uhr, Bredeney, Turnverein Bredeney 1895 e.V, Meisenburgstraße 30Impfaktionen in den 07.12.2021
  • Samstag, 18. Dezember, 12 bis 18 Uhr, Rüttenscheid, Grugahalle, Messeplatz 2
  • Montag, 20. Dezember, 15 bis 20 Uhr: Innenstadt, Grillo-Theater, Theaterplatz 11
  • Mittwoch, 22. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49
  • Donnerstag, 23. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Essen-Mitte, AOK Friedrich-Ebert-Straße 49

Impfstellen öffnen auch zwischen den Feiertagen

Die drei temporären stationären Impfstellen (TSI) werden bis einschließlich 22. Dezember parallel dazu ihr regelmäßiges Impfangebot anbieten:

  • in Altenessen-Nord (Marienhospital): dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr
  • in Werden (Kardinal-Hengsbach-Haus): mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr
  • in der Innenstadt (Theaterpassage): montags, dienstags und freitags, von 14 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr

Am 23. Dezember, an Heiligabend sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag wird in den Impfstellen nicht geimpft. Zwischen den Feiertagen, also vom 27. bis zum 30. Dezember, werden die drei Impfstellen im Norden, Süden und der Stadtmitte abweichend von ihren bisherigen Öffnungszeiten jeweils täglich von 10 bis 16 Uhr öffnen. Am 31. Dezember, sowie am 1. und 2. Januar finden ebenfalls keine Impfungen statt.

Im neuen Jahr öffnen die temporären stationären Impfstellen wieder ab Montag, den 3. Januar 2022, zu ihren üblichen Öffnungszeiten.

Bei den Impfaktionen und in den Impfstellen wird ein mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) genutzt. Eine Auswahl des Impfstoffes ist nicht möglich. Welcher Impfstoff in welchem Fall genutzt wird entscheidet das ärztliche Personal vor Ort.

Bei Impfungen von Personen zwischen 12 und 15 Jahren muss ein*e Erziehungsberechtigt*e anwesend sein. Boosterimpfungen sind erst ab 18 Jahre möglich.

Impfungen für Kinder unter 12 Jahren in Vorbereitung

Darüber hinaus bereitet sich die Stadt Essen darauf vor, noch in diesem Jahr mit den Impfungen für Kinder unter 12 Jahren zu beginnen. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) dazu steht allerdings noch aus. Weiterhin muss dafür ausreichend geeigneter Impfstoff von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen plant die Stadt Essen eine eigene Impfstelle für die Impfungen von Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren einzurichten.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung und den Terminen in den Stadtteilen finden Interessierte auf essen.de/coronavirus_impfen. Die Stadt Essen bietet zudem auf essen.de/coronavirus_vaccination ein Informationsangebot in mehreren Sprachen.

Kurz-URLs zum Coronavirus-Informationsangebot der Stadt Essen

(ü. Pm, Stadt Essen)

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Corona Essen Gewerkschaften Krankenhäuser Ruhrgebiet

Fridays for Future streikt mit Pflegenden des Uniklinikums Essen

Fridays for Future streikt mit Pflegenden des Uniklinikums Essen
Fridays for Future Essen unterstützt die Tarifstreiks der Pflegenden am Uniklinikum und ruft zum gemeinsamen Streik am kommenden Freitag um 07:30 Uhr an der Studierenden Mensa auf dem Klinik- Campus auf.
Unter dem Motto „Kohle nur noch für die Pflege!“ werden sich Fridays for Future Aktivist:innen den Tarifstreiks am Uniklinikum Essen anschließen und deutlich machen, dass Klimagerechtigkeit nur mit einem starken und fairen Gesundheitssystem möglich ist. Fridays for Future solidarisiert sich daher mit allen Beschäftigten des Gesundheitswesens.
Bereits jetzt arbeitet das medizinische Personal am Limit und die Lage wird durch die Klimakrise noch verschlimmert werden. Wird die 1,5°C Grenze überschritten werden allein in Deutschland 150.000
bis 180.000 frühzeitige Hitzetote erwartet, hinzukommen mehr Atemwegserkrankungen und sich ausbreitende Tropenkrankheiten. So wurden in Deutschland bereits lokale Varianten des DengueFiebers und des West-Nil Virus nachgewiesen. „Unser Gesundheitssystem ist auf diese Mehrbelastung nicht vorbereitet und dieser Kollaps mit Ansage wird wieder einmal auf dem Rücken der Pflegekräfte ausgetragen. Wir brauchen daher eine starke Pflege mit fairen Löhnen und einem besseren Pflegeschlüssel.“, so Studentin Charlotte Uhling.

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Kunst Tanz

DEUTSCHER TANZPREIS 2021 VERLIEHEN

Heide-Marie Härtel vom Deutschen Tanzfilminstitut Bremen ausgezeichnet / Ehrungen für Ursula Borrmann, Claire Cunnigham und Adil Laraki

Berlin/Essen: Gestern, am Samstag, 23. Oktober 2021, wurde im Aalto-Theater Essen in einer feierlichen Tanz-Gala der Deutsche Tanzpreis 2021 verliehen – die höchste Auszeichnung, die der Tanz in Deutschland zu vergeben hat.

Die gestrige Gala präsentierte künstlerische Beiträge in Anlehnung an das tänzerische Umfeld der Preisträger:innen und bot dem Publikum ein vielseitiges und einmaliges Programm. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte u. a. Reinhild Hoffmanns „Solo mit Sofa“, das die Choreografin selbst mit Ksenia Ovsyanick, Erster Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, einstudiert hat, sowie das Folkwang Tanzstudio mit Ausschnitten aus dem energiegeladenen „Auftaucher“ der Choreografin Henrietta Horn, die von 1999 bis 2008 gemeinsam mit Pina Bausch die künstlerische Leitung des Folkwang Tanzstudios innehatte. Mit „Écoute … Chopin!“ (Ausschnitte) stand Susanne Linke mit einer Prélude von Chopin als Dank für die Preisträgerin Heide-Marie Härtel höchstpersönlich auf der Bühne. 
Das Aalto Ballett zeigte “Many a Moon” des Choreografen Armen Hakobyan, und das Stuttgarter Ballett das Spiegel-Pas-de-deux aus John Crankos ONEGIN.

Da die Choreografin und Performerin Claire Cunningham aufgrund einer Gastspielreise nicht selbst mit einem ihrer Stücke auf der Bühne stehen konnte, wurde ihre Kunst mit Ausschnitten aus Aufzeichnungen von „Thank You Very Much“, „The Way You Look (at me) Tonight“ und „Give Me A Reason to Live Evolution“ gefeiert. 

Durch diesen beeindruckenden und besonderen Abend führte die WDR-Moderatorin Siham El-Maimouni.

oon” des Choreografen Armen Hakobyan, und das Stuttgarter Ballett das Spiegel-Pas-de-deux aus John Crankos ONEGIN.

Da die Choreografin und Performerin Claire Cunningham aufgrund einer Gastspielreise nicht selbst mit einem ihrer Stücke auf der Bühne stehen konnte, wurde ihre Kunst mit Ausschnitten aus Aufzeichnungen von „Thank You Very Much“, „The Way You Look (at me) Tonight“ und „Give Me A Reason to Live Evolution“ gefeiert. 

Durch diesen beeindruckenden und besonderen Abend führte die WDR-Moderatorin Siham El-Maimouni.

(ü. Pm.)

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Ausstellungen Museum

Ausstellung Zürich Photobastei: Widerstand durch Sichtbarkeit von Zensur in Journalismus & Kunst

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Ruhrgebiet

Zahl der Einwohner im Ruhrgebiet sank 2020



5.102.484 Menschen lebten Ende 2020 im Ruhrgebiet, das waren 9.566 weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2011 lebten 46.715 Einwohner mehr im Ruhrgebiet. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Größte Stadt im Ruhrgebiet und drittgrößte in Nordrhein-Westfalen war Dortmund (587.696), es folgte Essen mit 582.415 Einwohnern. zu den weiteren Zahlen:

https://www.it.nrw/atom/12685/direct

(ü. Pm. , idr)

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Kommentar Wahlen

Sachsen-Anhalt ist nicht verloren

Es war eine Wahl mit ungewissem Ausgang. Etwas resigniert fürchteten die Altparteien das Ergebnis. Würde der Wähler sich in die Arme der Extremisten werfen? Ist überhaupt noch eine stabile demokratische Mitte zu finden? Die Überraschung zeigt einen politisch durchaus mündigen Bürger. Ministerpräsident Reiner Haseloff ging klar mit der Prämisse in den Wahlkampf keine Zusammenarbeit mit den politischen Rändern und der Bürger hat es ermöglicht. Haseloff hat nun die freie Wahl eine Koalition unterschiedlicher Struktur zu bilden. Enttäuschung nur dort, wo man überschwengliche Hoffnungen pflegte. SPD und Linke verloren in der Gunst der Wähler ebenso wie die Grünen ihr selbst gestecktes Ziel nicht erreichten. Besonders bitter für eine SPD, die mit einem eigenen Kanzlerkandidaten ein Lehrstück in Selbstwahrnehmung erlebte. Das schlechteste Ergebnis der Partei in diesem Land lässt sich nicht durch die falsche Behauptung schönreden, dass der Wähler taktisch eben zu Haseloff geschwenkt sei. Die SPD hat nicht mehr die Substanz eine Volkspartei zu sein, denn ihr Klientel hätte zur Verhinderung der Rechtsaußen gut die eigene Partei wählen können, da eine Koalition ohnehin denkbar war. Die vom Verfassungsschutz beobachtete AfD hat ihr Ziel ohnehin verfehlt, der Abstand zur CDU ist im Vergleich zu 2016 größer geworden. Haseloff hat gute Chancen noch durch die Vernunft ansprechbare Wähler der Randpartei langfristig wieder aufzufangen. Der Wiedereinzug der FDP ist nicht verwunderlich, Coronapolitik und Klientelpolitik ließen sich in Stimmen ummünzen. Für die SPD dürfte Magdeburg aber eine traurige Vergewisserung sein, dass mit alten Strategien und Anbiederungen zwar Posten für etablierte Politiker kurzfristig zu sichern sind, was den engagierten Wähler aber eher zur Abkehr bewegt. Ein Weiterso käme dem Untergang der Traditionspartei entgegen. Die Bundestagswahl im Herbst wird von der Selbstbestimmung der Parteien abhängen, politische Besitzstände werden in der modernen Gesellschaft keinen Platz mehr haben und Bundesthemen sind mit der kleinsten Kommunalproblematik genauso verbunden wie eine europäische Politik über Ländergrenzen hinaus. Längst werden Normen im europäischen Kontext gesetzt, wo Bund, Land und Kommune reaktiv den Kompass neu justieren müssen. Oft zum Wohle des individuellen Bürgers, der über die hergebrachten Parteistrukturen seinen Willen nur noch bedingt einbringen kann. Freuen darf sich das Land aber über den mündigen Bürger, der als Wechselwähler seine Freiheit demonstriert und jede Verfilzung in alten Parteistrukturen die Stirn bieten kann.

(stk.)

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Museum Ruhrgebiet

Spielzeugwelten

Die Sammlung Dr. Peter Weber im Emschertal-Museum, Herne

Spielzeug aus mehreren Jahrzehnten zeigt das Herner Emschertal-Museum ab dem 12. 6. 2021 in Schloss Strünkede. Die Begegnung mit den eigenen und Großelterns Kindertagen fasziniert Groß und Klein.

12. 6. 2021 bis 9. Januar 2022

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Corona

Verunreinigungen im AstraZeneca-Impfstoff gefunden -Proteine könnten Qualität des Vakzins beeinträchtigen

Ulmer Forschende haben Verunreinigungen im COVID-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca nachgewiesen. Konkret geht es um menschliche und virale Eiweiße – darunter insbesondere so genannte Hitzeschock-Proteine. Ob diese Verunreinigungen die Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflussen oder mit Impfreaktionen zusammenhängen, kann die Studie nicht beantworten. Die zunächst auf einem Preprint-Server erschienenen Ergebnisse geben allerdings Hinweise, wie der Pharmakonzern seine Herstellungs- und Qualitätssicherungsprozesse optimieren kann. Die Studie durchläuft derzeit ein Review-Verfahren bei einem anerkannten Fachjournal.

Bei dem Vakzin „Vaxzevria“ des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca handelt es sich um einen so genannten Vektorimpfstoff. Als Vektor dient ein für Menschen ungefährliches Adenovirus: Diese „Genfähre“ schleust ein Oberflächeneiweiß des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) in die körpereigenen Zellen. Im Zuge der darauf folgenden Immunreaktion werden Antikörper gebildet, die Impflinge gegen COVID-19 schützen sollen. Kurze Zeit nach der Immunisierung mit „Vaxzevria“ (ChAdOx1 nCoV-19) treten bei Impflingen relativ häufig grippeähnliche Symptome als Impfreaktion auf; in sehr seltenen Fällen entwickelten vor allem jüngere Frauen bis zu 16 Tage nach der Impfung lebensbedrohliche Sinusvenenthrombosen.
Vor diesem Hintergrund haben Forschende um Professor Stefan Kochanek, Leiter der Abteilung Gentherapie der Ulmer Universitätsmedizin, drei Chargen des AstraZeneca-Impfstoffs mit biochemischen Methoden und Proteomanalysen untersucht. Neben Proteinen des adenoviralen Vakzins selbst fanden sie beträchtliche Mengen menschlicher Proteine und auch regulatorischer viraler Proteine, die nicht Teil des Impfstoffs sind.

Um diese Verunreinigungen aufzuspüren, haben die Studienautorinnen und -autoren unter anderem mit Proteingelen und Silberfärbungen gearbeitet: Konkret verglichen sie die Färbemuster der AstraZeneca-Proben mit denen eines laboreigenen Vergleichsvektors (HAdV-C5-EGFP), der mittels Ultrazentrifugation aufgereinigt worden war. „Das Bandenmuster im Proteingel hat sich in den beiden Proben deutlich unterschieden: Im Vergleich zu dem eigenen Adenovirus-Vektor wiesen die AstraZeneca-Proben deutlich mehr Proteinbanden auf, die nicht durch den adenoviralen Impfstoff erklärbar waren“, erläutert Professor Kochanek. Daraufhin wurde zunächst der Proteingehalt der Vaxzevria-Impfstoffchargen bestimmt – mit eindeutigem Ergebnis. Der Proteingehalt pro Impfdosis lag deutlich über den theoretisch zu erwartenden 12,5 µg – und in einer genauer untersuchten Charge betrug er sogar 32 µg.

Doch welche Proteine sind in dem AstraZeneca-Impfstoff in größerer Menge vorhanden? Um diese Frage zu beantworten, wurden massenspektrometrische Untersuchungen durchgeführt. Im Ergebnis war mindestens die Hälfte der Eiweiße menschlichen Ursprungs. Unter den humanen Proteinen, die aus der menschlichen Zelllinie zur Vektorproduktion stammen, fiel insbesondere die Häufung so genannter Hitzeschockproteine auf. „Insgesamt haben wir über 1000 Proteine in den Chargen detektiert: Die Mehrzahl dürfte keine negativen Auswirkungen auf Impflinge haben. Extrazelluläre Hitzeschockproteine sind jedoch bekannt dafür, dass sie angeborene und erworbene Immunantworten modulieren und bestehende Entzündungsreaktionen verstärken können. Sie wurden zudem auch schon mit Autoimmunreaktionen in Verbindung gebracht“, erklärt Professor Kochanek. In weiteren Studien muss untersucht werden, inwiefern diese Protein-Verunreinigungen die Wirksamkeit des Vakzins mindern oder mit der oftmals starken Impfreaktion zeitnah nach der Injektion des Impfstoffes in den Muskel zusammenhängen könnten.

In der Pharmaindustrie gilt die möglichst weitgehende Entfernung solcher Verunreinigungen aus biotechnologisch hergestellten therapeutischen Proteinen als ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal. Im Fall des adenoviralen COVID-Impfstoffs von AstraZeneca reicht die Kontrolle mit den bisher verwendeten Standard-Nachweisverfahren offenbar nicht aus. Die Ulmer Forschenden empfehlen ergänzende Methoden wie Gel- und Kapillarelektrophoresen sowie massenspektrometrische Untersuchungen. „Die Vielzahl der gefundenen Verunreinigungen, von denen zumindest einige negative Effekte haben könnten, macht es nötig, den Herstellungsprozess und die Qualitätskontrolle des Impfstoffs zu überarbeiten. Dadurch ließe sich neben der Sicherheit womöglich auch die Wirksamkeit des Vakzins erhöhen“, so Professor Kochanek.

Literaturhinweis:

Lea Krutzke, Reinhild Rösler, Sebastian Wiese, Stefan Kochanek: Process-related impurities in the ChAdOx1 nCov-19 vaccine. Preprint- Research Square. DOI: 10.21203/rs.3.rs-477964/v1
https://www.researchsquare.com/article/rs-477964/v1

(Steinsiek, ü. Pm. Univ. Ulm, Abbildung: Abteilung für Gentherapie/M. Krutzke)