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Teure Krankenhausleitung, oder was sollte ein Klinikchef verdienen?

 

Ist es "Sozialneid", wenn Klinikangestellte das Jahresgehalt ihres ärztlichen Klinikchefs als anstößig empfinden? Die Bedingungen in Kliniken sind allgemein angespannt. Kürzungen, Bettenabbau und angespannte Arbeitssituationen sind an der Tagesordnung. Arbeitszeiten und Arbeitsentgelt sind oft unverhältnismäßig. Da wundert es nicht, wenn die Beschäftigten auf die Betriebsspitze schauen. In Essen am Universitätsklinikum ist dies ein Blick im Zorn.

Mehr als eine halbe Million Euro soll hier der ärztliche Leiter, Prof. Dr. Nagler im Jahr verdienen. Im Vergleich zu anderen Häusern recht viel, wohl in jedem Fall fast 100.000 Euro mehr im Jahr, als dies der Tarif vorsieht. Die Beschäftigten des Klinikums fühlen sich angesichts dieser fetten Ausgangslage sehr unwohl, denn Sparmaßnahmen sind eigentlich überall spürbar. Daß die Verwaltungsleitung des Hauses etwa in gleicher Dimension versorgt ist, steigert den Ärger.

Wie hoch darf in Kliniken, die allgemein von Sparmaßnahmen gebeutelt sind, honoriert werden? Spezialisten, und zweifelsohne ist Prof. Nagler überregional bekannt, sind teuer. Jedes Krankenhaus wünscht sich natürlich einen guten Ruf und sieht diesen durch den Personalansatz begründet. Ein Wettbewerb um Personen mag die Kosten im Personalwesen steigern, doch wo liegen Grenzen, zumal Kliniken in der Regel intern durch Einsparungen kaum Spielräume für hohe Personalkosten bieten. Der Regelkreis, Bedeutung durch personales Ansehen, Wettbewerb um Köpfe, die die Preise anziehen lassen und Sparen in den Häusern, ist nicht im Stile der freien Wirtschaft zu sehen, denn Krankenhäuser sind subventionierte Institutionen und somit der Öffentlichkeit gegenüber zur Verantwortung verpflichtet.

Wir haben uns an diese Ungleichheiten gewöhnt. Zuletzt berichteten wir über die "teuren Töchter " von Stadtverwaltungen, in denen interne Gehaltsansätze ebenfalls oft überhöht angesetzt sind. Eine im öffentlichen Raum anstehende Debatte über angemessene und gerechte Vergütungen dürfte angesichts der nun bekannt werdenden Zahlen nicht zu unterbinden sein.

(stk., Foto: Erle)

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Wer wird den Gipfel besetzen?

 

Dies ist ja wohl der Gipfel..., die Redewendung ist zweideutig, denn der Ausblick der nationalen IT-Wirtschaft ist eher durch Hoffnung, denn durch eine positive Bilanz geprägt. Nationaler IT Gipfel in Essen.

Wenn Minister Rösler von einer "4. Revolution" spricht, so ist diese Revolution wieder eine importierte Revolution. Nationale Projekte sind derzeit eher Entwicklungsprojekte, "Start ups", durch eine fehlende Infrastruktur eher auf Hoffnung basierende Entwicklung. Es fehlt nicht nur an materialen Voraussetzungen, die Infrastruktur schneller Netze kommt nur schleppend voran, auch die personalen Gegebenheiten sind kaum zu stemmen. Wo anderswo der Betrieb läuft, braucht man hier Kohle und Kultur (Prof. Kempf). Ohne die Zuwanderung von intelligenten Asiaten geht hierzulande eigentlich wenig, die technische Bildung der nationalen Reserven ist eher mangelhaft und stehen derzeitig nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung. Während die Kanzlerin und Minister Rösler auf dem Essener IT Gipfel die Notwendigkeit Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben betonten, widersprach die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft in diesem Punkte. Sie wolle zunächst die nationale Reserve qualifizieren. Ein Unterfangen, das bei den Fachleuten eher skeptische Einwände provoziert, zumal es um eine möglichst schnelle Besetzung der hier frei verfügbaren Arbeitsstellen geht. Wir veröffentlichen hier die wesentlichen Reden auf dem Essener IT-Gipfel. Heute zunächst die Rede der Kanzlerin.

 

Der Nationale IT-Gipfel 2012 findet im Kruppschen Verwaltungsgelände in Essen statt.

 

Bericht wird mit weiteren Audio-Veröffentlichungen fortgesetzt.

(stk., Fotos: Erle)

 

 

 

 

 

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